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Mann und Frau, Psychologie der Beziehungen

Über Einsamkeit | Psychologin erklärt

Der Schrei der Seele: «Hier ist wenigstens noch jemand außer mir», noch nicht Einsamkeit. In diesem Schrei liegt Hoffnung, gehört zu werden.
Wenn du dich selbst verlierst, ist es das, was — Einsamkeit.

Wir sind so schlau. Wir sind in der Lage, mit uns selbst zu dialogisieren. Aber manchmal schleicht sich statt Einsamkeit eisige Kälte in die Seele, stiller Raum, Leere. Du schaust dir in die Augen und stürzt in den Abgrund, während du dir verzweifelt wünschst, dass der endlose Flug ein Ende hat.

Es ist wunderbar, wenn dich jemand mit den Händen auffängt und vor dem Fallen bewahrt. Es ist wichtig zu spüren, dass ich nicht allein bin. Und Worte können so liebevolle Umarmungen sein. Wir haben längst gelernt, unsere Gefühle in Worte zu fassen.

Du kannst zum Spiegel gehen und sagen:
— Hallo! Ich gehöre zu dir. Sie müssen nicht alleine hier sein. Ich bin da.

Einsamkeit, wenn dich niemand ansieht. Und wenn er hinschaut, sieht er nicht. Ein Geist in der Menge zu sein, das ist es, was — Einsamkeit.

Es wird mit Aufmerksamkeit für sich selbst behandelt. Achtung, ja, hier bin ich. Hier sind die Arme und Beine. Ohren, Nase und Augen.
Übrigens, mit was für Augen siehst du dich selbst an: liebevoll, streng, gleichgültig, neugierig?
Wessen Augen spiegeln sich in deinem Blick. Wessen Augen sagen: Freut mich, dich zu sehen!

Es ist wichtig, sich zumindest in den Augen von jemandem wiederzufinden. Gesehen, verstanden. Und ja, es ist möglich, sich unter Menschen zu Hause zu fühlen.

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