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Mann und Frau, Psychologie der Beziehungen

Männerkongress widmet sich gezielt den Scheidungsvätern!

„Die Kinder kannst Du behalten, der Hund bleibt bei mir!“ Wer kennt ihn nicht, jenen zugegeben bösen Witz, der häufig im Zusammenhang mit Trennungen gemacht wird!? Wobei hier sicherlich auch jede Menge Galgenhumor im Spiel ist! Denn plötzlich, nach Zeiten der Vertrautheit, getrennte Wege zu gehen, tut weh. Dabei können jene, die nun geschiedene Leute sind, mitunter auch in ein tiefes Loch fallen, selbst wenn es US-Schauspieler und Produzent Jerry Lewis noch mal mit Humor versucht: „Es gibt sicher viele Gründe für die Scheidung, aber der Hauptgrund ist und bleibt die Hochzeit!“

Nehmen gerade Männer die Trennung also wirklich leichter? Kann man(n) das überhaupt, wenn, deutschen Statistiken zufolge fünf bis zehn Prozent aller Trennungen hochkonflikthaft verlaufen und dauerhafte Verletzungen nach sich ziehen!? Mit Konsequenzen für alle Beteiligten, wobei die Forscher – zugegeben – lange Zeit vor allem die Kinder und das so genannte schwache Geschlecht im Blick hatten …

Das soll sich nun ändern: Denn der am 21. und 22. September 2012 an der Heinrich-Heine-Universität (Düsseldorf) stattfindende Männerkongress will sich just mit den Erfahrungen von Männern und deren Kindern befassen!

Das sei, wie Prof. Dr. Matthias Franz (Stellvertretender Direktor des Klinischen Instituts für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie) und André Karger (Oberarzt am Klinischen Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie) erklären, bis dato eher ein Neuland, das die Trennungsforschung bis dato kaum einmal im Blick hatte: „Deren Belastungen und Konflikte wurden von der Forschung vernachlässigt, teils auch, weil sie häufig stereotyp einseitig als Schuldige etikettiert wurden!“

Dabei ziehen Männer, nach einer Scheidung (und das nicht nur finanziell), häufig den sprichwörtlich Kürzeren und verlieren den Kontakt zu ihren Kindern … die Tagung soll daher auch und gerade Möglichkeiten aufzeigen, aus der Sackgasse der elterlichen Entfremdung heraus zu finden. Und das auch im Sinne der Kinder: Denn auch deren psychosoziale Probleme sind enorm. Schließlich wachsen viele nach der Trennung (wie bei verwitweten oder alleinerziehenden Müttern) ohne männlichen Ansprechpartner auf, was dann, so die Experten, ebenfalls Langzeitfolgen zeitigt!

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