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Mann und Frau, Psychologie der Beziehungen

Venus

Man(n) hat es noch genau vor Augen. Dieses Bild vergisst man(n) nie. Es hat sich ins Gedächtnis eingebrannt: „Eine nackte Frau, tingelt in einer Muschel umher.. Mit ihrer rechten Hand bedeckt sie ihre linke Brust. Ihr langes Haupthaar legt sich wie ein Schleier um Ihre Scham.“ Es klingt im ersten Moment wie eine unausgesprochene Männerfantasie. So eine Frau zu Gesicht zu bekommen. Das wäre mehr als nur ein optischer Reiz. Mehr als ein erotischer Kick.. Die Erfüllung (von feuchten Männerträumen) schlechthin.

Als Venus auf die Welt kam…

Zumal die sinnliche Ausstrahlung dieser Frau auch nach fast über 2500 Jahren noch nicht ihre Wirkung verfehlt. Als Sinnbild der Liebe, Lust und der Erotik könnte sie auch heute noch zweifellos mit den Covergirls auf Männermagazinen wie dem Playboy oder Maxim mithalten. Denn sie ist schließlich eine Göttin. Oder besser gesagt: Die römische Göttin der Liebe. Ihre Reinheit, Ihre Schönheit und Ihre Natürlichkeit zeichnen sie als himmlisches Wesen aus. Auch wenn sie in Wahrheit in Begleitung von zwei Engeln an der Küste von Zypern aus dem Meer als Schaumgeborene herausstieg. Ihr Aufgabengebiet war dabei von anfang an klar definiert: Sie sollte die unerfüllten Sehnsüchte, die unerfüllte Liebe und Gelüste der Menschen untereinander befriedigen.

Zur Person

Die Menschen setzten große Hoffnung in die Kraft der Venus. Sie widmeten ihr zahlreiche Tempel. Das berühmteste Heiligtum lässt sich heute noch in Zypern bestaunen. Mit ihrer lieblichen und sanften, zugleich aber auch verführerischen Art hätte sie einem Rainer Langhans und einer Uschi Obermeyer als glühende Vertreterin der freien Liebe aus der 68er Bewegung glatt die Show stehlen können. Ihr zu Ehren wurden in den ihr geweihten Tempeln nämlich sexuelle Praktiken vollzogen und gelehrt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war den Gelehrten auch klar, dass die Venus nicht die Fürsprecherin des Ackerbaus, der Fruchtbarkeit, der Gärten und der Pflanzen sowie der Bauer und Winzer sein konnte, wie es zuvor immer propagiert wurde.

Zeitlose Venus

Allerdings hat die Tochter des Zeus die ab dem 4 Jahrhundert v. Chr. auch mit der griechischen Gottheit Aphrodite gleichgesetzt wurde, bis heute Einzug in unsere Kultur gehalten. Zwar bringen die allermeisten mit ihr die Erotik, die Lust, und das innige körperliche Verlangen mit ihr in Verbindung. Es gibt aber durchaus noch weitere Aspekte, für die die Venus bis heute verantwortlich gemacht wird:

1. Der Planet: Sie war Namenspatronin für den Himmelskörper, der zuvor der Göttin Ischtar geweiht war.
2. Freitag/Vendredi: Der fünfte Tag der Woche wurde nach ihr benannt => Veneris dies. Daraus wurde im französischen vendredi bzw. im Italienischen venerdi. Die Germanen setzten sie mit der Göttin Freya gleich. Daher der Freitag im Deutschen
3. Venen: Venus als Symbol der Liebe, die von Herzen kommt, wirbelt natürlich auch den Kreislauf durcheinander. Damit das Herz aber dennoch schlagen kann, ist sie es die es veranlasst, dass Blut durch die Venen fließt.
4. Venedig: Sie gilt als Mutter aller venezianischen Stämme an der Adria. Danach wurde die Stadt Venedig benannt
5. Venushügel: Sie lebte zwar nicht auf einen Hügel, dennoch gaben die Menschen dem Schambein die Bezeichnung Venushügel. Immerhin thronte sie als Mutter der Liebe und der Schönheit über allen, so wie die die körperliche Erhebung über der Intimzone thront.

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