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Was ist ayurvedische Ernährung?

Immer öfter hört man von Ayurvedischer Ernährung. Was ist das eigentlich? Der Begriff Ayurveda kommt aus dem Sanskrit Wort आयुर्वेद āyurveda. Er bedeutet im Deutschen soviel wie Wissen vom Leben. Ayurveda ist eine alte indische Heilkunst. Viele Menschen vor allem in Stri Lanka, Indien und Nepal richten sich bewusst nach ihr, auch in ihrer Ernährung.

Ayurveda kombiniert Erfahrungswerte mit einer Philosophie, die wichtige physische, emotionale, mentale und spirituellen Aspekte beachtet und einen ganzheitlichen Anspruch hat. Die Grundregel besteht darin, dass alles das, was der Mensch für seine eigne Gesundheit tut immer stärker wirkt als das, was andere für ihn tun.

In einem gesunden Körper sollen sich unterschiedlichen Lebensenergien, auch Doshas genannt, im Gleichgewicht befinden. Das ist auch das Grundprinzip der Ayurvedischen Ernährung. Der Begriff Doshas bezeichnet Faktoren, die den Körper beeinflussen und auch Bioenergien genannt werden.

In einem gesunden Körper sollten sich diese Bioenergien oder Temperamente gut miteinander harmonieren.

Die Harmonie kann wieder hergestellt werden, wenn bestimmte Reinigungsverfahren, auch Panchakarms genannt, verwandt werden. Dazu gehört auch das Fasten. Das bedeutet, ein Aspekt gesunder Ernährung ist nach der Ayurvedischen Lehre auch das Einlegen von Fasten Tagen.

Die ayurvedische Ernährungslehre beinhaltet solche allgemeinen Empfehlungen, die für alle Persönlichkeitstypen gelten: So sollte nur bei Hunger gegessen werden. Es sollten keine Zwischenmahlzeiten eingelegt werden. Die Hauptmahlzeit soll mittags eingenommen werden. Man sollte nie bei unruhiger Gemütsverfassung essen. Zwischen den Mahlzeiten sollten mindestens drei Stunden Pause liegen. Man soll sich nie völlig satt essen. Die Lebensmittel sollen stets frisch genossen werden. Wasser und Kräutertee sollte man besser erwärmt trinken. In jeder Mahlzeit sollten sechs ayurvedischen Geschmacksrichtungen, auch Rasa genannt, enthalten sein. Diese Geschmacksrichtungen sind süß, sauer, scharf und salzig, bitter und herb.

Die Nahrung wird als Information für die Doshas betrachtet, die im Idealfall in Ojas umgewandelt wird. Ojas sind immaterielle fein stoffliche Substanzen, die ein positives Feedback zum Ausdruck bringen, die Abwehrkräfte stärken und Körpers und Geist miteinander in Harmonie verbinden.

Die Bildung von Ojas ist benötigt ein gutes „Verdauungsfeuer“, auch Agni genannt. Dieses wird u. a. beeinflusst durch die Qualität der Nahrungsmittel. Agni-Störungen äußern sich als Blähungen, Völlegefühl, Sodbrennen oder Heißhunger. Schlechte Verdauung bewirkt Mala (Rückstände) und Ama (Giftstoffe).

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