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Die richtige Ernährung bei Osteoporose

Sport, Licht und ein neues Medikament

Die Knochen sind kleine Wunderwerke. Sie bilden das Gerüst unseres Körpers, geben uns Halt und erneuern sich alle drei Jahre komplett. Dafür sind die Osteoblasten, Zellen, sie die Stützmasse im Knochen aufbauen, und Osteoklasten, die altes Gewebe abtragen, verantwortlich. Gerät dieses „Mischungsverhältnis“ aus dem Gleichgewicht, wird das Skelett porös. Wirbel und Co. Können dann leicht brechen, wobei Frauen davon öfter betroffen sind als Männer.

Die Wechseljahre zehren an der Knochenstruktur

Studien deuten darauf hin, dass ein Zusammenhang zwischen Falten in der Haut und der Knochenstruktur besteht. Je mehr Lebenslinien das Gesicht zeichnen, desto poröser die Knochenstruktur. Fest steht, dass starkes Über-oder Untergewicht, zu wenig Bewegung, übermäßiger Alkohol-und Zigarettenkonsum, Rheuma, eine Fehlfunktion der Schilddrüse, lange Kortisonbehandlungen und Diabetes den Knochenschwund begünstigen. Auch durch die sinkende Östrogenproduktion in den Wechseljahren verlieren die Knochen an Stabilität. Eine Messung der Knochendichte ist somit in den Wechseljahren sinnvoll. Das ist eine Röntgenuntersuchung, die die Stabilität von Hüfte und Lendenwirbel misst und dadurch Rückschlüsse auf die Gesamtdichte der Knochen gibt.

Essbare Knochen-Stoffe

In Milch, Joghurt, Käse und Gemüse wie Brokkoli, Spinat und Lauch steckt der Knochen-Aufbaustoff Kalzium. Zusammen mit Vitamin D hält er das Skelett stabil. Der Körper bildet Vitamin D selbst, dazu müssen wir jedoch täglich mindestens eine halbe Stunde draußen im hellen aufhalten und der Sonne möglichst viel freie Hautfläche bieten. Im Winter sollten zusätzlich mehr Lachs und Hühnereier gegessen werden, da die Lichtverhältnisse schlechter sind. Besteht ein Vitamin-D-Mangel, können Medikamente oder Präparate aus der Apotheke die Speicher wieder auffüllen. Wurst, Fastfood und Zucker sind Vitamin-D-Räuber und sollten nur in Maßen verzehrt werden.

Neuer Hoffnungsträger ist die Pflaume

Wissenschaftler der Florida State University fanden in einer Studie Hinweise auf die vorbeugende Wirkung von Pflaumen. Sie baten Frauen nach der Menopause, ein Jahr lang täglich zehn Backpflaumen zu essen. Eine Kontrollgruppe aß die gleiche Menge getrocknete Äpfel. Beide Gruppen nahmen darüber hinaus Kalzium und Vitamin D ein. Das Resultat: Bei der Messung am Ende der Untersuchung hatte sich bei den Pflaumen-Esserinnen die Knochendichte an Unteraren und der Wirbelsäule erhöht. Die Forscher vermuten, dass die Pflaumen den Abbau der Knochendichte hemmen.

Bewegung regt den Stoffwechsel an

Ausdauersportarten plus Krafttraining sind das A und O für einen gesunden Stoffwechsel, auch den der Knochen. Im höheren Alter bieten sich Aqua-Fitness, Schwimmen und Spaziergänge an. Wenn die Knochenstruktur schon porös ist, sollte auf Sportarten mit einem hohen Verletzungsrisiko verzichtet werden. Reiten und Skifahren sind besondere Risiko-Sportarten. In Reha-Studios oder beim Physiotherapeuten werden mit speziellen Übungen Kraft, Körperbeherrschung und Koordination geschult. Bei älteren Patienten bietet sich ein Balancetraining an, um das Gleichgewicht zu schulen und damit Stürzen vorzubeugen. Zuhause sollten Teppiche rutschfest sein, die Schuhe stabil und flach.

Eine Therapie nicht aufschieben

Meist nehmen Patienten in festen Zeitabständen Bisphosphonate ein, die sich auf der Oberfläche des Knochens anlagern und den Knochenabbau hemmen. Ein neues Medikament mit dem Wirkstoff Denosumab wird alle sechs Monate unter die Haut gespritzt und bremst dann einen Botenstoff, der die Aktivität der knochenabbauenden Zellen reguliert.

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