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Deutsche Kinder werden immer dicker

Von den Mädchen und Jungen zwischen 3 und 17 Jahren bringen gut 15 Prozent zu viel auf die Waage und mehr als 6 Prozent sind sogar fettleibig. Somit hat sich der Anteil seit den 90er-Jahren um fast 50 Prozent erhöht.

Viele Kinder nehmen in den Phasen Einschulung und Pubertät stark zu, dies hängt damit zusammen, dass sich die Kinder ab dem Schulalter weniger bewegen. Zudem stellt sich in der Pubertät noch der Stoffwechsel um und auch die Gene spielen eine gewisse Rolle.

Bei der Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt werden das Gewicht und die Größe des Kindes überprüft. Diese Daten werden mit der altersentsprechenden Wachstums- und Gewichtskurve verglichen. Ist das Kind zu dick, spricht der Arzt in der Regel mit den Eltern über die Essgewohnheiten, aber auch eine körperliche Untersuchung ist wichtig, um eine Schilddrüsenerkrankung auszuschließen. Bei stark übergewichtigen Kindern überweist der Arzt das Kind an ambulante Therapieeinrichtungen mit Ernährungsberatung und Bewegungsprogrammen.

Wir wissen alle, dick sein ist gefährlich, denn schon im Grundschulalter kann Übergewicht mit einem hohen Blutzuckerspiegel, Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten einhergehen. Außerdem werden dicke Kinder von den anderen gehänselt und bekommen zusätzlich psychische Probleme.

Wichtig ist, das die ganze Familie beim abspecken hilft und die Eltern als Vorbild voran gehen. Auf den Speiseplan gehören frische, selbst gekochte Gerichte. Süße Getränke, Fast Food und Naschereien sind nicht generell verboten, jedoch sollten die Eltern mit dem Kind besprechen, wie viel davon erlaubt ist.

Für ausreichend Bewegung sorgen, aber auch dies macht mit Mama, Papa und den Geschwistern mehr Spaß. Gemeinsame Fahrradtouren oder Wanderungen sind gesünder als Fernsehnachmittage oder Kino.

Zur Vorbeugung sollten Kinder lernen, ihren Appetit zu regulieren. Wichtig sind hier gemeinsame Mahlzeiten mit der Familie. Wer als Kind immer alleine vor dem Fernseher hockt und sich zwischendurch am Kühlschrank selbst bedient und isst was es Lust hat, kann kein normales Essverhalten entwickeln. Zu einer gesunden Esskultur gehört auch, die Mahlzeiten ohne Ablenkung zu genießen. Laptops, Fernseher oder Handys haben auf dem Esstisch nichts zu suchen.

Auch Sport sollte so früh wie möglich in den täglichen Alltag mit integriert werden. Empfehlenswert ist es, das Kind in einem Sportverein anzumelden, so wird die Bewegung zur Selbstverständlichkeit.

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